Paralio Astros: Leben, wo der Parnon auf das Meer trifft
Eine kleine Küstenstadt in Arkadien, mit Hafen, langen Stränden und einer Burg auf dem Hügel — die ihren Charakter das ganze Jahr über bewahrt.

An der Ostküste Arkadiens, wo die Hänge des Parnon-Gebirges zum Argolischen Golf hinabreichen, liegt Paralio Astros. Sein Reiz liegt im Alltag: der Morgenkaffee am Meer, ein Spaziergang am Hafen, ein Bad am Nachmittag und ruhige Abende mit Blick über den Golf.
Die „Insel“ und die Burg
Das Wahrzeichen des Ortes ist der Hügel, den die Einheimischen „Nisi“ — „die Insel“ — nennen: eine kleine Halbinsel, die den Hafen bildet. Rundherum liegt das alte Dorf mit engen Gassen und Steinhäusern; an seinem Fuß das moderne Paralio Astros mit Platz, Uferpromenade und Geschäften.
Auf der Spitze des Hügels steht die Burg. 1824–1825 bauten die Brüder Zafiropoulos die ältere Befestigung aus und errichteten darin ihre Wohnhäuser. Am 5. und 6. August 1826 schlugen griechische Kämpfer unter Panagiotis Zafiropoulos und Nikitaras hier das Heer Ibrahim Paschas zurück. Der Aufstieg lohnt sich heute wegen der Geschichte ebenso wie wegen des Blicks über den ganzen Argolischen Golf.

Die Strände
Das Meer ist das Herz des Lebens in Paralio Astros, und die Küste bietet für jede Stimmung etwas:
- Kallisto-Strand — der Hauptstrand direkt vor dem Ort, mit organisierten Bereichen und Cafés nur wenige Schritte entfernt.
- Portes — etwas weiter südlich, mit grobem Sand, tieferem Wasser und dem Wind, den Windsurfer lieben.
- Atsinganos — im Norden, ein langer Strand aus Sand und feinem Kies mit flachem Wasser, ideal für Familien mit Kindern.
- Cherronisi — etwas weiter entfernt, für alle, die Ruhe und eine naturbelassene Umgebung suchen.


Leben das ganze Jahr
Paralio Astros ist nicht nur ein Sommerort. Es ist ein Ort mit ständigen Einwohnern, an dem das Leben das ganze Jahr über rund um Hafen, Platz und Uferpromenade weitergeht. In den Tavernen gibt es frischen Fisch und traditionelle Küche der Peloponnes. Frühling und Herbst bringen mildes Wetter, ideal für Spaziergänge und Ausflüge; im Winter zeigen der Blick über den Golf und die stillen Gassen eine ruhigere Seite des Ortes.
Alles für den Alltag ist in der Nähe: Schulen, ein Gesundheitszentrum, Supermärkte, Obst- und Gemüsehändler, Metzgereien und Geschäfte aller Art.
Die Wege sind kurz: Nafplio und Tripoli erreicht man in etwa 30 Minuten mit dem Auto, Athen in etwa 2 Stunden.

Die Umgebung
- Lagune von Moustos — wenige Minuten nördlich, ein geschütztes Feuchtgebiet mit vielen Vogelarten, ideal für ruhige Spaziergänge in der Natur.
- Astros — hier tagte 1823 die Zweite Nationalversammlung, eines der wichtigsten Ereignisse des griechischen Unabhängigkeitskriegs.
- Kloster Loukous und die Villa des Herodes Atticus — ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert und gleich daneben die Reste einer beeindruckenden römischen Villa.
- Die Dörfer des Parnon — Platanos, Kastanitsa, Sitaina und Agios Ioannis, mit Steinhäusern, Quellen und Kastanienbäumen. Vom Meer in die Berge in kurzer Fahrt.
- Die Wasserfälle von Lepida — einer der schönsten Naturorte der Kynouria.
Im Sommer beleben Konzerte und Aufführungen das Freilichttheater „Melina Mercouri“.


Fotos via Wikimedia Commons · Burg & Hafen, Bucht: Glinard (CC BY 4.0) · Zypressen: Adamikon (CC BY-SA 4.0) · Fischerboote: G Da (CC BY-SA 3.0) · Burg von oben: Eleni Kalogeropoulou (CC BY-SA 4.0) · Wasserfälle von Lepida: Σταματίνα Σκαντζού (CC BY-SA 4.0) · Moustos: Giannis Mylonas (CC BY-SA 4.0)
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